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Marie
26. Mai 2010 von Marie unter News

Die Diskussion über Datenschutz bei Facebook und Co. nimmt kein Ende. Die Nutzer fordern Kontrolle über ihre Daten und die Macher offerieren Werbepartnern mehr “Transparenz”. Dieser Graben ist momentan tief und wer seine Daten schützen möchte, sollte vom Informationsaustausch in bestehenden Netzwerken die Finger lassen. So einfach ist das?

Aber selbst wenn ich die Kontrolle über meine eigenen Daten und Veröffentlichungen (so genannte Posts) habe, kann ich nicht beeinflussen, was andere über mich posten. Die eigene Online-Reputation ist von der Fairness und Reife aller Freunde und Bekannten abhängig. So taucht ein witziges, aber durchaus peinliches und privates Foto von der letzten Party verlinkt mit  Namen ungefragt im Netzwerk auf und macht die Runde.

vollendeter Datenschutz

Nie war Rufschädigung so einfach wie in Zeiten weltweiter Communities. „Jeder blamiert sich so gut er kann“, wird erweitert zu: „Jeder kann dich so gut wie noch nie blamieren“. Natürlich kann man solche Inhalte melden, aber wer schon mal Kontakt zu Facebook gesucht hat, weiß, wie langsam diese Mühle mahlt.  

Wer jung ist, macht Fehler und das Netz ist voller Selbstdarstellungs-Sünden. „Was sollen denn die Leute denken?“ Dieser Spruch hat meine Jugend begleitet und ich hielt es mit den Ärzten: „Lasse reden“. Die Zeiten, wo nur die Nachbarn tuscheln sind jedoch vorbei und ich möchte kein Teenager mehr in dieser transparenten Zeit sein!

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